Lexikon

Lexikon der externen digitalen Buchhaltung

  • Abschreibung

    Das Steuerrecht unterscheidet:


    •  planmäßige Abschreibungen (Absetzung für Abnutzung / AFA)
    •     außerplanmäßige Abschreibungen (Absetzung für außergewöhnliche Abnutzung /AfaA)
    •     Teilwertabschreibung (außerplanmäßige Abschreibung auf Umlaufvermögen)
    •     Abschreibung geringwertiger Wirtschaftsgüter

    Neben der linearen Abschreibung, gibt es auch die 

    die Möglichkeit einer digitalen und der degressiven Abschreibung.


    Abschreibungen werden als Aufwand berücksichtigt und sind ergebniswirksam, da sie  den Gewinn im Jahresüberschuss mindern. Es werden die Anschaffungs- oder Herstellungskosten abnutzbarer Vermögensgegenstände buchhalterisch über deren Nutzungsdauer verteilt.


  • AfA-Tabelle

    AfA bedeutet „Absetzung für Abnutzung“. Die Abnutzung von Gebrauchs- oder Wirtschaftsgütern (Anlagevermögen) wird über den Nutzungszeitraum abgeschrieben. Grundlage für die voraussichtliche Nutzung ist die AfA-Tabelle. 

  • Aktive & Passiva

    Zu einer doppelten Buchführung gehört eine Bilanz. Diese besteht aus Aktiva und Passiva. Beide Summen ergeben die gleiche Summe. Auf der Aktiva-Seite steht das Anlage- und Umlaufvermögen. Auf der rechten Passiva-Seite befindet sich das Eigen- und Fremdkapital des Unternehmens. 

  • Anlagevermögen

    Zum Anlagevermögen gehört z.B. der Fuhrpark, die Maschinen oder das Bürogebäude. Auch Finanzanlagen wie Sparkonten werden im Anlagevermögen buchhalterisch erfasst. 

  • Aktive Rechnungsabgrenzung - aRAP

    Die Rechnungsabgrenzung ist Bestandteil des Jahresabschlusses. Zur aktiven Rechnungsabgrenzung gehören Rechnungen, die zwar bereits im alten Jahr bezahlt wurden, deren Leistung aber erst im nächsten Jahr erbracht wird. 

  • Besteuerungsgrundlage der Umsatzsteuer

    Steuer, die der Leistungserbringer für seine Tätigkeit erhält. Auf diese fallen entweder der allgemeine Satz von 19% oder der ermäßigte Satz i.H.v 7% an. Auf Ausgaben enrichtete Steuern (Vorsteuer) werden mit der Umsatzsteuer verrechnet.

  • Besteuerungsgrundlage der Gewerbesteuer

    Gewinn + Hinzurechnungen – Kürzungen = Gewerbeertrag


    Gewerbeertrag – Freibetrag = korrigierter Gewerbeertrag


    korrigierter Gewerbeertrag x Gewerbesteuermesszahl 3,5 % = Gewerbesteuermessbetrag


    Gewerbesteuermessbetrag x kommunaler Hebesatz = Gewerbesteuer

  • Besteuerungsgrundlagen der Einkommensteuer

    Summe der positiven Einkünfte aus jeder Einkunftsart


    – Altersentlastungsbetrag


    – Entlastungsbetrag  (Alleinerziehende)


    – Freibetrag 


    +    Hinzurechnungsbetrag nach Auslandsinvestitionsgesetz


    = Gesamtbetrag der Einkünfte


    – Verlustabzug nach Sonderausgaben


    – außergewöhnliche Belastungen


    – Steuerbegünstigung der zu Wohnzwecken genutzten Wohnung o. ä.


    + zuzurechnendes Einkommen


    = Einkommen


    – Freibetrag für Kinder


    – Härteausgleich


    = zu versteuerndes Einkommen 

  • Besteuerungsgrundlagen der Körperschaftsteuer

    Der Steuersatz der Körperschaftssteuer beläuft sich anschießend auf 15 %. Sie ersetzt die Einkommenssteuer bei juristischen Personen und Kapitalgesellschaften.

  • Besteuerungsgrundlage der Erbschaftsteuer

     Wert des übertragenen Aktivvermögens


    –     abzugsfähige Nachlassverbindlichkeiten


    = Bereicherung des Erwerbers


    –     sachliche Steuerbefreiungen


    –     persönliche Freibeträge


    = steuerpflichtiger Erwerb

  • Betriebsabrechnungsbogen - BAB

    BAB ist eine Tabelle, welche Kostenarten auf die einzelnen Kostenstellen verteilt. Die Tabelle dient dazu, die Gemeinkosten auf die Kostenstellen zu verteilen. Eine Kostenstelle kann ein Betriebsbereich (Vertrieb, Produktion, ...) sein oder ein einzelnes Produkt/Bauvorhaben o.ä. 

  • Betriebsausgaben

    Diese Ausgaben mindern den Gewinn des Unternehmens. Es sind Aufwendungen, die durch den Betrieb veranlasst wurden. Dazu gehören z.B. die Miete, das Personal & die Kfz-Kosten. Art, Höhe und Notwendigkeit werden vom Unternehmer selbst beurteilt.

  • Betriebsergebnis

    Einfach gesagt: Umsatzerlöse abzüglich Kosten ergeben das Betriebsergebnis. Teil der Gewinn- und Verlustrechnung, welcher Auskunft über die Stärke des Unternehmens gibt.

  • Bilanz

    Die Bilanz ist Basis des Jahresabschlusses und wird zum Bilanzstichtag erstellt. Im Allgemeinen endet das Geschäftsjahr zum 31.12. des Jahres. Die Bilanz gliedert sich in Aktiva & Passiva.

  • Buchwert

    Anschaffungs- oder Herstellungskosten zzgl. Zuschreibungen abzgl.  Abschreibungen ergibt den Buchwert. Der Buchwert kann niemals niedriger als der Restwert sein. 

  • Businessplan

    Der Businessplan ist das Unternehmenskonzept und Grundlage für den Start in die Selbstständigkeit. Er wird auch bei Finanzierungsgesprächen benötig und besteht aus der Geschäftsidee und der Finanzplanung. Gerne beraten wir Sie.

  • Controlling

    ..weil man Erfolg berechnen kann. Das Controlling ist ein fortlaufender Prozess. Die Planung, Steuerung und Kontrolle sämtlicher Unternehmensbereiche mittels interner Daten bspw. aus dem Rechnungswesen ist Hauptbestandteil des Controlling. Daten werden nicht nur gesammelt und verarbeitet, sondern auch interpretiert. Das macht Controlling zukunftsorientiert und transparent.

  • Debitorenbuchhaltung

    Teil der Finanzbuchhaltung. Jeder Kunde ist ein Debitor, daher wird es auch als Forderungsmanagement bezeichnet. Hierbei werden Ausgangsrechnungen erfasst und die Zahlungseingänge kontrolliert.

  • Dienstreise

    Die Dienstreise ist eine geschäftliche Reise, welche außerhalb des Geschäftsbetriebes stattfindet. Die Reisekosten werden mit dem Arbeitgeber abgerechnet. Das sind z.B. Fahrtkosten, Verpflegungsmehraufwand und Übernachtungskosten.

  • Doppelte Buchführung

    Jeder Geschäftsvorfall wird auf zwei T-Konten gebucht. 

    Beispiel Tanken: Im ersten Schritt wird der Tankbeleg gebucht. Die Kosten werden auf das Konto der lfd. Kfz-Kosten und die enthaltene Steuer wird auf ein weiteres Konto gebucht. Zusätzlich wird der Kreditor genutzt. Bei der EC-Zahlung wird die Bank angesprochen und der Kreditor ausgeziffert.

  • Eigenbeleg

    Dieser Beleg wird genutzt, wenn der Originalbeleg nicht mehr auffindbar oder unbrauchbar ist. 

  • Einkommensteuer

    Das Eikommen von natürlichen Personen Einkommen aus selbstständiger und nichtselbstständiger Arbeit muss versteuert werden. Die Grundlage für die Berechnung ist das Einkommensteuergesetz.

  • Einnahmenüberschussrechnung - EÜR

    Betriebseinnahme abzgl. Betriebsausgabe = Überschuss

    Anders als bei der Bilanz gilt das Zu- und Abflussprinzip. Es erfolgt daher keine Rechnungsabgrenzung.

  • Einzelunternehmen

    Eine natürliche Person, die als alleinige Person voll haftend eine freiberufliche Tätigkeit ausübt, ein Gewerbe betreibt oder einen landwirtschaftlichen Betrieb führt. Demnach kann ein Einzelunternehmen auch Angestellte haben, der Einzelunternehmer haftet vollumfänglich für den Geschäftsbetrieb.

  • Einfuhrumsatzsteuer

    Die Einfuhrumsatzsteuer ist eine Steuer, die bei der Einfuhr von Waren aus Drittländern in die Bundesrepublik Deutschland erhoben wird.

  • Fakturierung

    Fakturierung ist die korrekte Ausstellung und Verbuchung von Rechnungen.

  • Fixkosten

    Fixkosten sind die festen Kosten jedes Unternehmens. Dazu gehören u.a. die Miete, Personalkosten, Leasingverträge, Zinsaufwendungen, Kosten für den Steuerberater, Wartungskosten oder Telefonkosten.

  • GmbH

    GmbH = Gesellschaft mit beschränkter Haftung


    Inhaber der GmbH nennt man Gesellschafter. Die Gesellschafter haften nicht mit ihrem Privatvermögen. Die Haftungssumme liegt bei mindestens 25.000 Euro. Als Kapitalgesellschaft wird die GmbH im Handelsregister geführt und ist bilanzierungspflichtig.

  • GoBD

    Grundsätze zur ordnungsmäßigen Führung und Aufbewahrung von Büchern, Aufzeichnungen und Unterlagen in elektronischer Form sowie zum Datenzugriff.

    Zu den Grundsätzen gehört u.a. die Nachvollziehbarkeit und Nachprüfbarkeit, Vollständigkeit, Richtigkeit, zeitgerechte Bearbeitung. Unveränderbarkeit, Ordnung und Datensicherheit.

  • Handelsregister

    Als Handelsregister bezeichnet man ein öffentliches Verzeichnis, das im Rahmen des Registerrechts Eintragungen über die angemeldeten Kaufleute in einem bestimmten geografischen Raum führt. Das Handelsregister soll eine Publikations-, Beweis-, Kontroll- und Schutzfunktion erfüllen.

  • Innergemeinschaftliche Lieferung

    Die Lieferung von Waren, die zwischen mindestens zwei verschiedenen Ländern innerhalb der EU ausgetauscht wird. Sie gelangt steuerfrei über die Grenzen. Eine Besteuerung für die Warenlieferung wird erst im Bestimmungsland vorgenommen.

  • Innergemeinschaftlicher Erwerb

    Beschreibt den Wareneinkauf aus einem EU-Land mit Lieferung nach Deutschland. Der innergemeinschaftliche Erwerb unterliegt der deutschen Umsatzsteuer.

  • Ist-Versteuerung

    Bei der Ist-Versteuerung wird die Steuer erst fällig, wenn die Rechnung bezahlt wurden. Der tatsächliche Geldfluss muss demnach stattfinden.

  • Kassenbuch

    Im Kassenbuch werden alle Bargeschäfte digital der auf Papier erfasst. Es beinhalten alle Einnahmen und Ausgaben.

  • Kleingewerbe

    Der Inhaber kann auf eine Einnahmen-Überschuss-Rechnung verzichten, sofern im Jahresverlauf nicht mehr als 22.000 € eingenommen hat. Der Inhaber muss eine jährliche Steuererklärung beim Finanzamt einreichen. Die Umsatzsteuer ist bei Anwendung der Kleinunternehmerregelung nicht fällig.

  • Kontenrahmen

    Typische Kontenrahmen sind der SKR 03 und der SKR 04. Beide Kontenrahmen eignen sich für alle Branchen. Es gibt weitere Kontenrahmen, welche speziell auf die jeweilige Branche abgestimmt sind (u.a. der SKR 70 für Hotels).

  • Kreditorenbuchhaltung

    Die Kreditorenbuchhaltung ist Teil der Finanzbuchhaltung und beinhaltet die Prüfung und Buchung Eingangsrechnungen und die Verwaltung offener Posten. Auch Zahlungen werden in der Kreditorenbuchhaltung veranlasst.

  • Lieferschein

    Der Lieferschein hat eine Aufbewahrungsfrist von sechs Jahren. Er dokumentiert die Art, Menge und Zeit der Lieferung. 

  • Liquidität

    Die Liquidität ist die Gesamtheit aller verfügbaren Zahlungsmittel.

  • Liquiditätsplanung

    Die Liquiditätsplanung ist ein Controlling-Instrument. Dabei wird der voraussichtliche Bestand liquider Finanzmittel ermittelt. Es werden alle voraussichtlichen Einnahmen und Ausgaben berücksichtigt.

  • Mahnwesen

    Die verschiedenen Stufen des Einforderns unbezahlter Rechnungen als Mittel gegen die schlechte Zahlungsmoral bis zum gerichtlichen Mahn- und Klageverfahren des Gläubigers werden im Mahnwesen bearbeitet. Die letzte Stufe des Mahnwesens ist die Vollstreckung.

  • Online Buchhaltungsbüro

    Ein Online-Buchhaltungsbüro bringt alle Leistungen mit, die auch ein Berater vor Ort anbietet. Allerdings geschieht dies rein digital. Es sitzen echte Menschen dahinter, die eben nur Online arbeiten und Ihnen die Vorteile der Digitalisierung anbieten. Ihr persönlicher Ansprechpartner ist per Telefon, E-Mail und Post erreichbar.

  • Rückstellungen

    Rückstellungen sind Verbindlichkeiten, die in ihrem Bestehen oder der Höhe ungewiss sind, aber mit hinreichend großer Wahrscheinlichkeit erwartet werden. Sie werden in der Bilanz auf Passiva dargestellt.

  • Reisekostenabrechnung

    In der Reisekostenabrechnung werden die Kosten der geschäftlichen Reise abgerechnet. Diese können u.a. Übernachtungskosten, Verpflegungsmehraufwand, Taxikosten und Gebühren für Telefonate oder Parkgebühren beinhalten.

  • Steueridentifikationsnummer = Steuer-ID

    Die Steuer-ID ersetzt seit 2008 die Steuernummer im Bereich der Einkommensteuer und Kapitalertragssteuer. Sie wird einmalig erteilt und ändert sich nicht. Sie kann vom Bundeszentralamt für Steuern mitgeteilt werden.

  • Steuernummer

    Das zuständige Finanzamt vergibt jeder juristischen Person eine Steuernummer. Sie besteht aus 13 Ziffern. 

  • Soll-Versteuerung

    Die Versteuerung nach vereinbarten Entgelten. Dabei ist es nicht entscheidend, ob die Rechnung tatsächlich schon bezahlt wurde. 

  • Umsatzerlöse

    Umsatzerlöse sind Erträge aus dem Verkauf von Waren oder einer Dienstleistung. 

  • Umsatz = Gewinn?

    Nein - unter Umsatz versteht man nur die Erträge ohne Berücksichtigung der Kosten. Erst wenn alle Einnahmen und Ausgaben buchhalterisch erfasst werden, kann ein Gewinn ermittelt werden.

  • Umsatzsteuer Identifikationsnummer

    Die USt-ID ist eine zusätzliche Steuernummer für Unternehmen. Sie ist bei Geschäftsbeziehungen innerhalb der EU notwendig. Sie ist ein Kontrollverfahren europäischer Finanzbehörden.

  • Umsatzsteuervoranmeldung

    Umsatzsteuer-Voranmeldungen müssen monatlich oder vierteljährlich abgegeben werden, um eine bereits entstandene Umsatzsteuer an das Finanzamt zu melden und abzuführen bzw. bei einem Vorsteuerüberschuss erstattet zu bekommen. 

  • Vorsteuer

    Bei Zahlung einer Eingangsrechnungen kann das vorsteuerabzugsberechtigte Unternehmen die Vorsteuer absetzen. Die Vorsteuer wird mit der Umsatzsteuer verrechnet und in der Umsatzsteuervoranmeldung gemeldet. Die Umsatz- & Vorsteuer sind für Unternehmen nur durchlaufende Posten. 

Alle Beiträge sind nach bestem Wissen zusammengestellt. Eine Haftung und Gewähr für deren Inhalt kann jedoch nicht übernommen werden. Aufgrund der teilweise verkürzten Darstellungen und der individuellen Besonderheiten jedes Einzelfalls können und sollen die Ausführungen zudem keine persönliche Beratung ersetzen.

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